• Büro 13.08.2009

    Sommerzeit ist zwar schön, hat aber nicht nur Vorteile. Vor allem dann nicht, wenn man seinen Arbeitstag im Büro verbringen muss und dort die Folgen der warmen Temperaturen zu spüren bekommt.

    Doch nicht nur die Sonne ist schuld, auch besonders ehrgeizige Architekten ohne Weitblick tragen ihren Teil dazu bei, dass einige Büros im Sommer eher einer Sauna ähneln. Viel Glas und wenig Wand sehen zwar in der Tat beeindruckend aus, schaffen jedoch keinesfalls ein gutes Raumklima. Das haben inzwischen auch viele Chefs bemerkt, die vor allem unter der nachlassenden Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter leiden, die durch zu große Sommerhitze ausgelöst wird.

    Doch auch die meisten Versuche, Abhilfe zu schaffen schlagen fehl. Oft werden teure Klimaanlagen in Büros installiert, die für eine angenehm kühle Arbeitsumgebung sorgen sollen. Das tun sie zwar auch, doch nicht jeder Mitarbeiter ist diesen enormen Temperaturschwankungen gewachsen. Und auch das Raumklima an sich wird dadurch nicht besser, sondern eher schlechter. Zu trockene Luft ist nämlich auch nicht gut. Zu kalt natürliche auch nicht.

    So passiert es nicht selten, dass spätestens drei Tage nachdem das Gerät seinen Dienst aufgenommen hat, die halbe Belegschaft mit heftigen Erkältungen kämpft und teilweise mehrere Tage komplett ausfällt. Die Folgen für den Chef sind somit die gleichen wie bei der Arbeit in Sauna-Büros. Er leidet unter der fehlenden Leistungsfähigkeit, die nicht nur Fehler auslösen kann, sondern oft auch zu liegen gebliebenen Aufgaben und somit zusätzlichem Stress führt.

    Und doch gibt es eine Möglichkeit, auch den Sommer im Büro erträglich zu machen.
    Dazu gibt es beispielsweise Studien, die das perfekte Raumklima ermittelt haben. In Büros sollten dem zu Folge Temperaturen zwischen 20 und 22 Grad herrschen. Die Luftfeuchtigkeit darf dabei allerdings nicht höher sein als 50%.

    Andererseits ist zu viel Kühlung immer Sommer nicht gut, Experten empfehlen hier einen maximalen Temperaturunterschied von sechs Grad zur Außentemperatur.
    Wer diese Bedingungen auch nur im Ansatz umsetzen möchte, um seinen Mitarbeitern ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, wird dies jedoch mit einer Klimaanlage alleine kaum schaffen. Auch nicht im Winter mit Hilfe der Heizung. In beiden Fällen nehmen die Geräte auch Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit und bringen so alles wieder aus dem Gleichgewicht. Hier hilft dann nur noch ein Raumluftbefeuchter, der jedoch ebenfalls mit Kosten verbunden ist, weshalb ihn viele Chefs gerne einsparen würden. Nur wenige bedenken bei solchen Entscheidungen auch, wie viel Geld sie durch die verminderte Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter verlieren, sie würden sonst sicher anders handeln.

    Wer deshalb auch weiterhin gezwungen ist, im Sommer in einer Sauna zu arbeiten oder von der Klimaanlage tiefgekühlt wird, sollte sich deshalb für das nächste Jahr einfach vornehmen, möglichst viele Überstunden zu sammeln und diese bei schönem Wetter im Freibad abzubummeln. Dort ist die Hitze eigentlich immer erträglich.


    Posted by illy @ 1:55 pm

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