Nach einem schönen und entspannten Urlaub stellt für viele der erste Arbeitstag schon Tage vor Urlaubsende ein Schreckgespenst dar, welches schon lange bevor der Weg morgens wieder in Büro führt auf die Stimmung drückt. Das muss allerdings nicht sein, wenn man die Rückkehr an den Schreibtisch mit einer gewissen Ruhe und Gelassenheit angeht, ohne sich selbst gleich Perfektion abzuverlangen.
Hierzu gibt es verschiedene Strategien, die es einfacher machen, Urlaubslaune auch noch über die erste Arbeitswoche zu retten.
Die wichtigste Grundlage hierbei ist es, die Rückkehr an den Arbeitsplatz auch als eine Art Neuanfang zu sehen, und sich von Anfang an neu zu organisieren. Auch Konflikte, die bereits vor dem Urlaub schwelten können so einfacher und schneller gelöst werden.
Hat ein Kollege beispielsweise in den Wochen vor der verdienten Pause bereits immer wieder für Ärger und Unmut gesorgt, kann es sinnvoll sein, diese Differenzen bereits am ersten Arbeitstag in einem offenen Gespräch zu klären. So entsteht auf allen Seiten ein besseres Gefühl, da man unter neuen Vorzeichen in die Arbeitszeit starten kann.
Auch das Chaos auf dem Schreibtisch, egal ob es vor dem Urlaub schon da war, oder erst während der letzten Wochen entstanden ist, lässt sich am schnellsten in den Griff bekommen, wenn man sich an seinem ersten Arbeitstag die Zeit nimmt, zuerst zu sortieren und zu sichten, bevor man sich in blinder Aktivität und unstrukturiert in einzelne Aufgaben stürzt. Eine Thermoskanne voll Kaffe kann auch für die nötige Entspannung sorgen. Dies würde sofort Stress erzeugen und die schöne Entspannung des Urlaubs wäre innerhalb weniger Stunden wieder komplett dahin.
Besteht ein erster Überblick, ist es sinnvoll, die Lage zu sondieren, und bei Kollegen oder Vorgesetzten nachzufragen, was sich in den Urlaubswochen getan hat, welche Projekte sich wie weiterentwickelt haben, und welche neuen Aufgaben in der nächsten Zeit anstehen. So verfestigt sich in den ersten Tagen nicht das Gefühl, durch den Urlaub zum Außenseiter geworden zu sein, der nicht weiß, was im Betrieb los ist.
Mit diesen Tätigkeiten dürfte der erste Arbeitstag nahezu komplett ausgefüllt sein, und manch einer wird ein schlechtes Gewissen verspüren, da er nach eigenem Gefühl effektiv an seinem ersten Tag in der Firma nichts Konstruktives gearbeitet hat. Trotzdem sollten nicht sofort etliche Überstunden anstehen. Die liegen gebliebenen Aufgaben lassen sich auch am zweiten Tag noch erledigen, dann jedoch erheblich schneller, da alle notwendigen Informationen und Unterlagen bereits vorhanden sind, und im besten Falle eine eigens erstellte Prioritätenliste vorgibt, welche Aufgaben wann an der Reihe sind.
Wer hingegen bereits in den ersten Tage Überstunden schiebt, wird sich spätestens am Ende der ersten Urlaubswoche erneut ausgepowert und urlaubsreif fühlen, was den Job zur Qual macht.
Erstaunt wird hingegen derjenige, der seine erste Arbeitswoche nach den Ferien strukturiert angegangen ist feststellen, dass der Schreibtisch am Freitag bereits erheblich freier ist und alle wirklich wichtigen Dinge bereits erledig wurden. Auch der Start in die zweite Woche wird dann leichter fallen und entspannter ablaufen. Vielleicht stellt sich so am Wochenende sogar noch einmal dieses schöne, zufriedene Urlaubs-Feeling ein, welches bereits beim Gedanken an die Rückkehr in den Job verloren geglaubt war.




